Ein wesentlicher Begleiter für diese übermenschliche Aufgabe ist das Oxytocin.

Oxytocin kommt während der Geburt dann ins Spiel, wenn die aktive Geburt begonnen hat, also etwa ab der zweiten Hälfte der Eröffnungsphase. Wörtlich übersetzt bedeutet es »schnelle Geburt«, die Oxytocin-Phase ist also die Phase der Geburt, nachdem die Latenzphase beendet ist und es nun ordentlich zur Sache geht. Es ist ein ganz zentrales Geburtshormon, das nicht nur dafür sorgt, dass deine Gebärmutter kontrahiert und kräftige Geburtswehen macht, es hat auch enorm wichtige psychoemotionale Wirkungen, die für dein Verhalten unter der Geburt und in der gesamten Stillzeit ungemein wichtig für sämtliche Bindungsaspekte sind.

Oxytocin wird verschiedentlich auch »Kuschelhormon« oder »Hormon der Liebe« genannt. In all diesen Kontexten, immer dann, wenn die Natur findet, dass dieses sinnvoll-arterhaltende Verhalten belohnt werden sollte, wird Oxytocin ausgeschüttet. Liebe fühlt sich gut an, auch biochemisch. Oxytocin macht Bindungsverhalten, und das ist ein zentrales Konzept menschlichen Miteinanders, der Fortpflanzung und der Fürsorge für unsere Babys. Im Experiment bewirkt es bei jungfräulichen Schafen Muttertierverhalten, Autisten können plötzlich menschliche Regungen in Gesichtern deuten und sozial interagieren.

Aus uns evolutionsverzärtelten Homo-sapiens-Frauen macht Oxytocin Löwinnen, die Kinder gebären können. Es hebt die Schmerzgrenze, macht uns mutig und versetzt uns in die Lage, alle die, unter modernen Aspekten »Zumutungen« zu nennenden Umstände einer Geburt anzunehmen und in diesen Momenten nicht einmal infrage zu stellen. Es versetzt uns in Gebärtrance, einen wirklich komplett anderen Zustand in irgendeiner Zwischenwelt. Ein psychedelisches Ereignis, das man allen Ernstes auch ziemlich abgefahren-toll finden kann.

Mit Oxytocin bis unter die Hutkante können wir ungebremst schamlos sein, alle Hemmungen über Bord kippen, Zugang zu den Welten zu bekommen, in denen wir komplett instinktgesteuert reagieren – und uns nicht stören lassen von unserem Intellekt, guter Kinderstube oder gar dem dünnen Firnis von »kultiviertem Verhalten«, der über allem liegt. Das Denken hört auf, du kannst dich gehen lassen, alles loslassen, auch dich selbst, und kannst dennoch darauf vertrauen, nicht verloren zu gehen, auch wenn es sich phasenweise so anfühlt, als würdest du den Boden unter den Füßen verlieren.

Ein wichtiger Punkt, den es im Innersten zu verstehen gilt: Frau kann Gebären nicht „machen“. Gebären geschieht uns tatsächlich. Auch wenn gesundes, kraftvolles Gebären von außen bisweilen wild und ungezähmt aussieht, ist wenig Aktionistisches daran. Weder kannst du besonders viel „falsch machen“ noch „richtig“. Es spielen während des Geburtsprozesses tatsächlich in erster Linie die Hebammenvokabeln „Zulassen“, „Loslassen“ und „Gehenlassen“ eine ganz zentrale Rolle. Diese Blickrichtung ist uns modernen Menschen unvertraut, regelrecht unheimlich. Es geht nämlich um so herausfordernde Dinge wie die oben beschriebene Abgabe von Kontrolle, und da wird es uns dann doch ein bisschen mulmig. Wir sind das einfach nicht gewohnt.

Deshalb hilft es, für dieses rückhaltlose Gehenlassen, mit allem, was dazugehört, eine offizielle Experten-Erlaubnis zu bekommen. Die kriegst du hier an dieser Stelle, von deiner Hebamme in deinem Geburtsvorbereitungskurs und dann im Kreißsaal noch ein weiteres Mal. Hebammen wissen, dass Gebären nur so geht. Deshalb reden wir so viel davon.

  • Du kannst stöhnen, in Kopfkissen beißen, ins Badewasser pinkeln, laut jammern, Hände quetschen, schreien, Wimperntusche verschmieren lassen und über allem hoffentlich in Ekstase geraten. Bella figura geht anders, aber darum geht es genau ausnahmsweise eben nicht.
  • Sorge dich noch nicht mal um das richtige Atmen, die richtigen Körperpositionen, die richtige Tonlage oder den passenden Vokal fürs Tönen. Das kommt alles von ganz allein – wenn du es lässt. Das ist kein Eso-Gespinne, das ist wirklich mein voller Ernst.
  • Verlasse dich ein weiteres Mal darauf, dass dein Körper weiß, was er tut. Genau so, wie es dir vermutlich nicht in den Sinn kommt, dich in deinen Verdauungsprozess einzumischen, nachdem du gefrühstückt hast. Dein Körper weiß, wann er welche Magensäfte und Enzyme ausschüttet und wann welche Peristaltik in Gang gesetzt werden soll. Selbst, wenn du dich dann aufs Klo setzt, kämen die wenigsten auf die Idee, den „Geburtsprozess“ mit bestimmten Vorkehrungen oder gar Atemtechniken zu initiieren und zu begleiten. Weil es schlicht nicht notwendig ist. Dein Körper kann das ganz allein. Etwas vereinfacht gesagt, ist Gebären letztlich genau so eine Körperfunktion.

In diesem Zustand von Ekstase, auf dem Höhepunkt der Oxytocinwelle, mündet eine Geburt in den Fetus Ejection Reflex (dazu mehr demnächst mal in einem weiteren Blog-Artikel!).

Auch von den geburtshelfenden Personen, uns Hebammen und den Ärzten, ist Geduld, Zeit und Ruhe gefragt, also ebenfalls eine eher passivische Haltung, weil dieser Prozess von Sich-gehen-Lassen eben enorm störanfällig ist – und diese Art von entrückten Zuständen üblicherweise nicht halb-öffentlich stattfinden. Was ja nicht bedeutet, dass wir nichts »machen«, nur dies eben auch nicht vordringlich im handelnden, aktionistischen Sinn. Im besten Fall schaffen wir den Raum, dass eine Frau sich so gehen lassen kann, und machen uns sozusagen unsichtbar.

In diesem oxytocingeschwängerten, rauschhaften Zustand nimmst du dein Baby in Empfang. Berührst es das erste Mal, so kann man sich nur verlieben! Der ungestörte Hautkontakt hält weiterhin die Oxytocinkaskade in Gang, was super ist für alles, was mit Bindung oder neudeutsch Bonding zu tun hat.

Auch synthetisches Oxytocin, Bestandteil des Wehentropfes, wurde bereits auf seine Wirkung im Vergleich zu natürlichem Oxytocin untersucht. Tatsache ist, dass eine routinehafte oder kritiklose Gabe, wie es mancherorts gehandhabt wird, einen Eingriff in ein fragiles hormonelles Geschehen darstellt, der bislang noch nicht hinreichend in seinen Konsequenzen untersucht ist. Tatsache ist, dass die mütterliche Hormonsituation natürlich auch für das Baby relevant ist, es gibt Hypothesen, dass sie eine starke epigentische Wirkung auf die Stresstoleranz und Bindungsfähigkeit in späteren Lebensjahren haben kann. Sowohl »gar kein Oxytocin« – etwa bei einem Kaiserschnitt – als auch »sehr viel (künstliches) Oxytocin« – etwa bei der Gabe über einen Wehentropf, fast immer notwendig bei einer PDA – scheint auf bisher nicht ganz vollständig geklärte Weise das Bindungsverhalten von Müttern und Babys zu beeinflussen, was man an der Dauer des Im-Arm-Haltens in den ersten Lebenstagen, an der Stilldauer über die nächsten Monate, aber auch an Parametern wie etwa der Häufigkeit von Wochenbettdepressionen ablesen kann.

Dieser Auszug entstammt zum Teil meinem Buch “Guter Hoffnung – Hebammenwissen für Mama und Baby”, das am 4.9.2017 im Kösel-Verlag erschienen ist.

Buchtipp: Michel Odent, Geburt und Stillen – Über die Natur elementarer Erfahrungen, C.H. Beck Verlag, 5. Auflage 2016.

Auch auf youtube gibt es viele tolle Videos von Michel Odents Vorträgen. Sehr berührend und toll, um inspiriert in die Geburt zu gehen.

Uvnäs-Moberg, K. / Petersson, M., Oxytocin – biochemical link for human relations. mediator of antistress, well-being, social interaction, growth, healing. Lakartidningen. 101: 2634–2639 (2004)
Feldman, R. / Weller, A. / Zagoory-Sharon, O. / Levine, A., Evidence for a Neuroendocrinological Foundation of Human Affiliation: Plasma Oxytocin Levels Across Pregnancy and the Postpartum Period Predict Mother-Infant Bonding. Psychological Science 18:965–970, 2007
Kendrick, K.M., Oxytocin, motherhood and bonding. Exp Physiol 85 Suppl: 111S–124S, 2000
Plothe, Christof, Die perinatale Gabe von Oxytocin und deren mögliche Konsequenzen auf die Psyche des Menschen. Int. J. Prenatal and Perinatal Psychology and Medicine Vol. 21 (2009) No. 3/4, pp. 233–251
Baumgartner T. / Heinrichs, M. / Vonlanthen, A. / Fischbacher, U. / Fehr, E., Oxytocin Shapes the Neural Circuitry of Trust and Trust Adaptation in Humans, Neuron, 58: 639–650, 2008
Lothian, Judith A., Do Not Disturb, The Importance of Privacy in Labor. The Journal of Perinatal Education, Volume 13, Number 3, 2004, S. 4–6 (3)
Duden, Barbara, Die Kunst zu warten. DHZ 06/2014
Bell, Aleeca F. / Erickson, Elise N. / Carter, C. Sue, Beyond Labor: The Role of Natural and Synthetic Oxytocin in the Transition to Motherhood, J Midwifery Womens Health. 2014 Jan; 59 (1): 35–42.
Henry, J.P. / Wang, S., Effects of early stress on adult affiliative behavior. Psychoneuro endocrinology 23: 863–875, 1998
Winstone, C.L., The relationship between artificial Oxytocin (Pitocin) use at birth for labor induction or augmentation and the psychological functioning of 3-year-olds, Dissertation Submitted in Partial Fulfillment of the Requirements for the Degree of Doctor of Philosophy in Clinical Psychology Specialty in Prenatal and Perinatal Psychology, Santa Barbara Graduate Institute, 2008
Miller, G. (2013), Neuroscience. The promise and perils of oxytocin, Science (New York, N.Y.), 339 (6117), 267–269
Sepkoski, C.M. / Lester, B.M. et al., The effects of maternal epidural anesthesia on neonatal behavior during the first month. Dev Med Child Neurol 34 (12): 1072–1080, 1992
Murray, A.D. / Dolby, R.M. et al., Effects of epidural anesthesia on newborns and their mothers. Child Dev 52(1): 71–82, 1981

 

 

 

 

Abnabeln vollzieht sich langsam, mit Zeit und Geduld und Gespür für den richtigen Moment. Von Beginn an – und so bleibt das noch eine ganze Weile.

So, und dann? Wie wird eines Tages ein Bauchnabel daraus? Muss ich was machen, reinigen, darf ich baden? Wie lange dauert es, bis das daraus wird, was man so als Bauchnabel kennt?

Wenn dein Baby dann nach der Geburt abgenabelt wird, klemmt die Hebamme die Nabelschnur mit diesem gefrierclipähnlichen Teil, den du oben im Bild siehst, ab. Und dann wird die Nabelschnur den üblichen biologischen Prozessen nicht mehr durchbluteter Gewebe überlassen: Sie mumifiziert so vor sich hin.

Dieser Prozess dauert ein paar Tage, meistens so eine gute Woche. Die Verbindung lockert sich allmählich, der Nabel wird wackeliger und ein bisschen bräunliches Wundsekret klebt manchmal drumrum oder am Body. Meiner Erfahrung nach ist den Eltern dieser kleine Nabelrest immer ein bisschen unheimlich. Sieht komisch aus, müffelt etwas, aber genau so soll das. Machen musst du: gar nichts.

Ich bin ja grundsätzlich eher so der minimalistische Typ. In verschiedenen Lebensbereichen aus reiner Bequemlichkeit, an dieser Stelle deshalb, weil es einfach nichts braucht, damit der Nabel gut und einfach abfällt und irgendwann in den Body kullert. Vor allem braucht es keine desinfizierenden Maßnahmen, zumindest nicht außerhalb der Klinikmauern. Das führt allerhöchstens dazu, dass die gesunden Hautkeime, die für den Abfallprozess  notwendig sind, schön wegdesinfiziert werden und man damit den Nabel so, wie er ist, konserviert. Haltbar macht. Er soll, mit Verlaub, aber einfach abgammeln. So sieht es aus, wie man auf dem Bild schon erahnen kann, und so riecht es auch.

Mein persönlicher kleiner Nabelguide sieht so aus:

Abnabeln vollzieht sich langsam, mit Zeit und Geduld und Gespür für den richtigen Moment. Von Beginn an – und so bleibt das noch eine ganze Weile.

  1. Studien sagen, dass es ziemlich egal ist, was man tut. Alles oder auch nichts führt dazu, dass ein Nabel ein Nabel wird. So ist das oft in der Medizin (nur gibt man das manchmal nicht so gern zu).
  2. Selbst “Luft dran außerhalb der Windel” oder “feuchtwarm einfach mit drin” macht vermutlich keinen Unterschied. Die derzeitigen Lehrmeinungen zum Thema “Wundheilung” sind im Trend tatsächlich eher “Team feuchtwarm”. Und Pipi ist auch weniger “Iiihhh” als man so denkt.
  3. Wenn es anfängt, ein bisschen zu suppen (ist normal! gesunder Prozess!) kann man ein bisschen drumrum reinigen. Womit, ist Geschmacksache, ich nehme am liebsten einen sauberen Waschlappenzipfel mit warmen Wasser. Perfektionisten nehmen sterile 0,9%-ige Kochsalzlösung aus der Apotheke, it´s-all-so-nature-Mamas gewinnen irgendwie ein paar Tropfen Muttermilch, Hygiene-Hysteriker Desinfektionsmittel. Bis auf letzteres: Mach, wie du willst.
  4. Was auch geht: Calendula-Öl (nicht Tinktur! Die brennt!) oder ein mit Wasser angefeuchtetes Öltuch (ist eh eines meiner Lieblings-covinient-Reinigungstipps, dazu irgendwann mal später). Waschlappen, Wattepads, Kleenex, Q-Tip: auch wurscht. Ich nehme das, was da ist.
  5. Wenn der Nabel ab ist, reinigt deine Hebamme den Nabel einmal gründlich. Oft kommt auch in den nächsten Tagen immer noch etwas feuchtes Sekret – auch ganz normal! Das kannst du mit den obigen Mitteln hin und wieder vorsichtig ablösen.
  6. Der Nabelgrund sieht oft anfangs gelblich-glänzend aus. Nein, das ist kein Eiter!
  7. Manchmal bildet sich auch ein kleines Schorfkrüstchen – auch das fällt in ein paar Tagen ab, auch daran nicht herumpulen.
  8. Manchmal hat sich auch ein kleines Nabelgranulom gebildet. Das sieht aus wie ein winziges, gräuliches Blumenkohlröschen in der Mitte des Nabels. Kleine Granulome trocknen innerhalb weniger Tage weg, größere brauchen mehr Zeit und manchmal eine Prise Salz (ernsthaft, aber ob und was es braucht, sieht und entscheidet deine Hebamme).
  9. Seit 15 Jahren mindestens jedenfalls nicht benutzt: Einen Ätzstift. Hat man früher regelmäßig gemacht “Geht dann schneller, das mit dem Nabel”, heute liegt der noch in einigen Kinderarztschubladen ganz hinten rum. Nicht! Machen! Gibt nicht selten ganz, ganz böse Verätzungsverletzungen. Aua!!!
  10. Wie der Nabel dann später mal aussieht: Weiß kein Mensch und auch deine Hebamme, die manchmal zaubern kann, hat da keinen Einfluss drauf.

Das wars auch schon – mal wieder alles ganz einfach 😉

Oder man kann sich draufsetzen und sich dabei gleichzeitig bewegen, wippen, Becken kreisen. Nicht umsonst ist jeder Kreißsaal der Republik mit so einem Ball ausgestattet.

Mit ihm werden Wehen erstens halbwegs ertragbar und zweitens durch die verschiedensten aufgerichteten Haltungen möglichst effektiv.

Auch vorher, in der Schwangerschaft (sitzen/ Rückenschmerzen) und hinterher (Baby/ schuckeln) ist so ein Teil klasse. Problem für uns Interieur-Styler: Besonders toll sehen die definitiv nicht aus. Die Gummioberfläche mag im Kreißsaal praktisch sein (Stichwort: abwischbar), zuhause ist das haptisch auch eher so mittelschön.

Gestern lief mir dieser hier übern Weg. Kluwen heißt er. Ist der nicht toll? Ein Objekt, und gleichzeitig ein benutzbares Sitzmöbel. Wunderschön!

Kleiner Haken: der Preis – er kostet leider schlappe 1.200 Euro. Nehmen wir´s als Kunst am Bau … Sobald ich mir den leisten kann, kaufe ich einen für meine Praxis. Von raumgestalt.

Und, wie geht es Dir, als werdender Vater?

Mit all dem Wahnsinn, der da gerade passiert? Außerhalb Deines eigenen Körpers aber doch mittendrin in Deinem Leben? Außerhalb vor allem – auch außerhalb  deiner Kontrolle? Mit allen Ambivalenzen, die natürlich auch dazu gehören?

Das, was spürbar ist, ist vor allem Veränderung, an allen Ecken und Enden. Dass sich da auch mal mulmige Gefühle einschleichen, ist ja auch klar. Ist ja schließlich auch jetzt schon eigentlich alles ganz schön schön, Euer Leben, jetzt, ohne Kind. Klar, ein Baby ist toll, du freust dich wie irre – aber welches Maß an Verzicht heißt das? Welches Maß an neuer Verantwortung? Welche noch mal ganz andere Verbindlichkeit, ab jetzt „Familie“ zu sein? Es scheint ein bisschen so, als würde es jetzt wirklich ernst im Leben, der Spaß vorbei.

Der Spaß vorbei? Oh Gott … – wollten wir das wirklich?

Vielleicht geht es dir auch richtig super mit allem. Dein Leben kriegt eine Richtung, du hast nicht mehr nur deinen Chef, für den du all das machst. Kinder wolltest Du schon immer. Endlich kannst Du, bester Laune (verzeih den kurzen Ausflug ins Klischee), im Baumarkt umherstreifen für all die Wickelaufsätze, die du natürlich selbst baust, maßangefertigte Wärmelampenkonstruktion inclusive. Hast gesehen, dass es Fußballschuhe auch schon in ganz Mini gibt. Erstlings-Bodys deines Vereins beruhigenderweise auch. Der Frage, ob Du auch so ein Öko-Tragtuch umbinden musst, stehst du noch ein bisschen skeptisch gegenüber, aber bist tapfer mit zu so einem Hechel- ähh … Geburtsvorbereitungskurs angemeldet.

Letzteres: Sehr gute Idee! Damit Du eine realistische Vorstellung davon bekommst, was denn zwischen Wickelplatzkonstruktion und Drachen steigen lassen liegt: die Geburt. Auch oder gerade, weil dir in dieser Situation eher eine ungewohnte Nebenrolle in Sachen „harter körperlicher Arbeit“ zugedacht ist, wird so ein Kurs gut sein. Damit du weißt, das lautes Rumstöhnen (im Kreißsaal, nicht im Kurs 😉 hilfreich ist und total gesund-normal, und dass auch nicht mit viel „Blut fließen“ zu rechnen ist und ob man eine Plazenta unbedingt mit nach Hause nehmen muss. Und dass schlichtes „Da-Sein“ zwar erstmal ungewohnt wenig ist in Sachen „tatkräftig sein“, unter der Geburt aber von deiner Frau endlos geschätzt werden wird. Vielleicht weißt Du auch noch gar nicht, ob Du wirklich mitkommen solltest zur Geburt. Man hört ja so Einiges … Ein Kurs macht die Dinge konkreter und eine Entscheidung möglicherweise klarer.

Die Biologie macht uns Männer und Frauen eben doch so viel unterschiedlicher, als man es bei all den „Gender-Diskussionen“ glauben mag. Und jetzt treten diese Unterschiede eben deutlicher als jemals vorstellbar zutage. Nicht nur im Kreißsaal. Damit sind auch die vielfältigen Veränderungen deiner Frau schon jetzt gemeint. Die Schwangerschaftshormone machen uns Frauen nicht nur empfindsamer, sondern vielleicht auch aufbrausender und kompromissloser. Die Evolution braucht das, eine gute Mutter ist eben in gewissen Dingen kompromisslos (und in der heutigen Zeit kann das sein: „Ich will aber diesen Wickelkommodenaufsatz, und zwar im Bad und nicht im Kinderzimmer. Und ich will auch nicht diesen superfiesen Tatort gucken, all die böse Welt da draußen. IN MEINEM ZUSTAND!“) Gegen diese Veränderungen ist kein rationales Kraut gewachsen, da hilft nur ein schlichtes „Ja, Schatz“.

Was Frauen unbedingt und an allen Ecken und Enden, in der Tat und in Gedanken, emotional und ganz praktisch in der Schwangerschaft so sehr brauchen, ist vor allem eins: Unterstützung! Auch das ist ein Teil Deiner Dir von der Evolution zugedachten Aufgaben.

Und: All deine Gedanken, auch die komischen, auch die ambivalenten, sind natürlich total normal und sehr gesund. Gut tut wahrscheinlich der Austausch mit Männern „in einem Boot“, mit Männern, die schon Kinder haben. Die kennen nämlich ALLE diese Gedanken und Ambivalenzen.

Zum Weiterlesen zu diesen Themen gibt es mittlerweile auch eine Anzahl von Büchern, im Prinzip zwei Gruppen: Die ha-ha-Schenkelklopfer, in der alle vorstellbaren Klischees mal mehr, mal weniger witzig verbraten werden, und dann die, deren Augenmerk auf eher inhaltlich-praktischen Schwerpunkten liegt. Aus der zweiten Gruppe wäre z.B. „Der werdende Vater – Anleitung zur perfekten Partnerschaft“ (Jens Oenicke) ein weiterführender Lesetipp. Oder auch dieses mit dem vielsagenden, schockierenden und vollkommen korrekten Titel „Geht alles gar nicht: Warum wir Kinder, Liebe und Karriere nicht vereinbaren können“ (Marc Brost und Heinrich Wefing).

Auf bestimmte Wahrheiten sollte man sich vorbereiten und nicht naiv hineinstolpern.

Und, mal wieder ganz praktisch: Manche Sachen kann man vorbereiten, und zwar so konkret wie möglich. Auch wenn ich die grundsätzliche Einstellung: „Das wird schon alles“noch so sympathisch finde – bestimmte Dinge sollte man nicht zu sehr dem „das lassen wir mal alles auf uns zukommen“ überlassen. Also: Hier kommen Dinge für die Tat:

  • Es stimmt, was alle sagen: Nach der Geburt kommt man zu gar nichts mehr. Projekte wie „Keller aufräumen“ (das Wort „Stauraum“ gewinnt an Bedeutung bei der Geburt eines Kindes. Er erklärt den Satz, von den Frauen, mindestens sechs Mal in der Schwangerschaft ausgesprochen: „Schatz, wir müssen noch mal zu IKEA“), Steuererklärung machen (braucht ihr ggf. auch für den Elterngeldantrag) und überhaupt die Beschäftigung mit all den Anträgen, im Wesentlichen Kindergeld und Elterngeld – das macht man schlauerweise vor der Geburt. Am besten jetzt schon mal die ganzen Anträge im Netz downloaden und weitest möglich ausfüllen. Wenn einer von euch beiden privat versichert ist, überlegt auch die verschiedenen Möglichkeiten, wie denn das Baby krankenversichert werden soll (oder muss).
  • Nimm Dir rechtzeitig Urlaub für die Zeit nach der Geburt, also rechtzeitig mit Kollegen / Partnern / Vorgesetzten absprechen. Zwei bis drei Wochen sind eine realistisch benötigte Zeit. Im besten Fall heißt Urlaub auch: nicht erreichbar sein müssen und nicht versuchen, „nebenbei“ noch mal kurz was wegzuschaffen. Unterschätze das nicht. Es gibt wenig, was eine Frau im Wochenbett mehr auf die Palme bringt, als ein Mann, der ständig heimlich E-Mails checkt oder so halb auf dem Sprung ist: „eigentlich muss ich nachher noch …“. Dann lieber: Eine (oder zwei) klar umrissene Stunden arbeiten und dann wieder „ganz da“.
  • Wenn Urlaub nicht möglich ist und Du arbeiten musst, braucht ihr auf jeden Fall eine Haushaltshilfe, die zum Beispiel kocht, frischen Tee macht, Bettwäsche wäscht und die tausend kleinen Besorgungen macht (für die Quarkwickel, für Babies Schmieraugen die Augentropfen und den Stilltee) – und zwar in der ersten Woche nach der Geburt vier bis sechs Stunden pro Tag, in der zweiten Woche auch noch an zwei, besser drei Tagen, in der dritten sporadisch! Das ist komplett mein Ernst – aus Erfahrung weiß ich, dass fast alle Paare dies vorher für total übertrieben halten (genau so, wie generell die erste Zeit von der zweiten Lebenswoche an total unterschätzt wird im Sinne von: „man kommt wirklich zu gar nichts“). Vorher kümmern ist deshalb wichtig, weil man sonst ganz kurzfristig niemanden mehr findet. Adressen erhaltet ihr von der Krankenkasse oder übers Netz (Pflegedienst, Haushaltshilfe, Wochenbett). Wenig Begeisterung wird Dein Satz ernten „Ach weißt Du Schatz, ich dachte, meine Mutter kann zwei Wochen zu uns kommen, das ist doch bestimmt eine ganz tolle Hilfe. Sie würde sich auch echt freuen!“
  • Frauen nach der Geburt können sich nicht (gar nicht!) um Kochen und Haushaltsarbeiten kümmern, geschweige denn um Einkäufe, große Kinder in den Kindergarten bringen, etc. Gleichzeitig ist eine gute und reichhaltige Versorgung (auch aus „medizinischer Sicht“!) dringend notwendig, um nach der Geburt wieder zu Kräften zu kommen. Wochenbett heißt Wochenbett, weil Frauen sich dort vorwiegend aufhalten.
  • Eine Haushaltshilfe (oder natürlich auch sonstiges „Outsourcing“) dient auch dazu, dass nicht du all diese Pflichten übernehmen musst, sondern auch Zeit bleibt für euch beide (drei).
  • Denk dir schon mal ein angemessen großartiges Geschenk für deine Frau aus – sie ist die wundervollste der Welt …

  •  

Wenn die Kreißsäle in »deinem« Krankenhaus sehr klein sind, kann es eine gute Idee sein, zwei Taschen zu packen: Eine, die du direkt im Kreißsaal brauchst, und eine weitere für die Wochenbettstation, die mit Babyautositz, Stillkissen und weiteren sperrigen Dinge erst mal im Auto warten kann. Zwei Dinge sind vielleicht schon für die Fahrt im Auto ganz praktisch: Ein Handtuch zum Draufsetzen (Achtung Blasensprung) und eine Spucktüte, weil einige Frauen sich zum Geburtsbeginn  ordentlich übergeben müssen.

1. Kliniktasche für den Kreißsaal:

  • Ein Mäppchen mit Papierkram: Mutterpass, Krankenkassenkarte. Vielleicht dazu ein Spickzettel aus dem Geburtsvorbereitungskurs mit ein paar Geburtspositionen drauf oder auch den heißesten Tipps, an die du gern denken möchtest. Vielleicht hast Du Ideen zu Deiner Geburt in einem Geburtsplan festgehalten. Für die Geburtsurkunde zur Anmeldung beim Standesamt: Kopien von euren Eltern-Geburtsurkunden, das Familienstammbuch oder die Heiratsurkunde, wenn du verheiratet bist, oder die Vaterschaftsanerkennung/ gemeinsame Sorgeerklärung.
  • Gemütliche Kleidung, und zwar für euch beide.
  • Für dich: weiche Hose mit weichem Bund, zum Beispiel Yogahose, Leggings etc. Bequemes, weites Hemd oder T-Shirt, das den Po bedeckt. Schlappen. Bademantel oder gemütliche Strickjacke. Warme Socken.
  • Für deinen Partner: Auch er soll es bequem haben, möglicherweise muss auch er in verschiedenen Positionen auf dem Bett stundenlang verharren, um dich gut festzuhalten, mit enger Jeans oder Maßanzug geht das nicht gut. Deshalb auch für ihn: bequeme Hose, Schlappen, frische Socken, Zahnbürste.
  • Picknick. Du wirst während des Klinikaufenthaltes mit Essen von dort versorgt, wenn dir danach ist und du dann Lust auf Klinikessen verspürst, was auch immer dich unter dem Plastikdeckel erwartet. Frauen unter der Geburt haben meistens keinen wirklichen Hunger und beißen höchstens mal vom Apfel ab oder essen einen Löffel Joghurt. Alle Leckereien in dieser Snackrichtung, frisches Obst, deinen Lieblings-Saft, Tee – in der Thermoskanne, du kannst ihn aber auch in der Klinik frisch von deinem Mann kochen lassen, auch auf der Wochenbettstation gut –, Schokolade, Kekse, Energie-Riegel würde ich lieber mitbringen, um sich nicht komplett auf Angebot und Öffnungszeiten des Klinik-Kioskes verlassen zu müssen. Die Männer kriegen keine Komplettverpflegung. Damit dein Mann kreislaufstabil und belastbar bleibt, ist manchmal ein Stullenpaket durchaus eine gute Idee, Pizza lässt sich aber auch in den Kreißsaal ordern, fragt die Hebamme bei Bedarf danach (»Döner mit alles« lieber draußen essen und Kaugummi nicht vergessen).
  • Kulturbeutel. Mit dem Inhalt, der eben für dich dazugehört. Nicht vergessen: Waschlappen (dick und flauschig), Lippenbalsam, Deo am besten ohne Parfum – dein Baby findet deinen echten Duft sowieso am tollsten! Dein Nachtserum und dein Glätteisen wirst du sicher in den nächsten Tagen etwas vernachlässigen, weil es Wichtigeres gibt, aber ob und welche Schminksachen für dich dazugehören, ist Geschmackssache, und genau das nimmst du eben auch mit.
  • Lippenpflege für trockene Lippen bei Klimaanlage und Langstrecke-Schnaufen – mein Nipple-Balm ist super dafür und in den ersten Tagen nach der Geburt brauchst Du es sowieso.
  • Dinge, die »Geburtsatmosphäre« verbreiten. Dazu gehört alles, was schön aussieht, riecht, sich anfühlt, anhört, zum Beispiel: Musik (CDs oder deine spotify-offline-Listen mit Aktivbox. Mixe dir gerne vorher die eine oder andere Kreißsaal-Compilation mit verschiedenen Grundstimmungen), Massageöl, zum Beispiel mein Geburtsöl Lieblings-Badezusatz, Massageball, Wärmflasche, Lieblingskuschelkissen, Damm-Massageöl.
  • Licht ist armosphärisch wichtig, spätestens seit der EU-Verordnung zum Verbot herkömmlicher Glühlampen wissen wir das. In vielen Kreißsälen ist das auch umgesetzt, es gibt Dimmer an den Lampen. Kerzen sind wegen der Brandschutzverordnung mittlerweile verboten und es gibt eigentlich nur ein Leuchtmittel, das annährend an dieses warme kuschelige Licht herankommt (“warmweiß”, hahaha), und das ist (Achtung, die Designpolizei muss jetzt einmal ganz tapfer sein): eine Salzlampe! Ich mische mich auch nicht gern in Eure heimische Raumgestaltung ein, vermutlich werdet Ihr aber in den Monaten nach der Geburt ein kleines Mini-Nachtlicht gut finden, das gerade genug Licht gibt, um Stillen zu können. Und die gibt es auch in der Salz-Variante zum in-die-Steckdose-stöpseln, dieses hier zum Beispiel
  • Eventuell ein Buch, Heft, Spiel zum Zeitvertreib, wenn die Geburt dauert und dauert … Während der Wehen ist da nicht dran zu denken, aber in Situationen wie einer Geburtseinleitung oder einem Blasensprung ohne Wehen ist so etwas eine hilfreiche Zerstreuung.
  • Eine Kamera. Oder: Dein Smartphone mit allen Ladekabeln und Adaptern, die du so brauchst. Während der Geburt ist es natürlich im Flugmodus oder am besten ganz aus.

Das Wichtigste ist: den Kreißsaalkoffer gleich beim Ankommen auspacken – eine wichtige Aufgabe für deinen Mann – und in Benutzung nehmen. Musik anmachen, Tee einschenken, Massageöl aufschrauben und in Sichtweite hinstellen. Sonst verrottet alles am Boden in der Tasche, was euch dann nach der Geburt auffallen wird.

Nehmt den Kreißsaal “in Betrieb”, macht ihn zu eurem Ort, an dem euer Baby geboren wird! Spart euch das nicht bis zum Schluss auf, das wird massiv unterschätzt und es ist wichtig. Richtet Euch eine “Geburtsoase” mit Matten am Boden, einem Ball und vielen Extrakissen ein, damit es nicht nur die Gebärpritsche gibt, auf die man erstens mühsam raufklettern muss und die zweitens nicht mehr bereit hält als “Liegen”. Und das ist ja bekanntlich weder die angenehmste noch die effektivste Position, um den Wehen konstruktiv und kraftvoll zu begegnen.

2. Kliniktasche für die Wochenbettstation:

  • Schlafanzüge oder ein paar T-Shirts und Leggins/Yogahosen oder Ähnliches. Bei Oberteilen ist es praktisch, wenn diese sich zum Stillen entweder hochschieben (T-Shirt), aufknöpfen oder den (tieferen) Ausschnitt über die Brust ziehen lassen. Nimm schöne Sachen mit, in denen du dich wohl- und auch bei Besuch und Visiten nicht total unmöglich fühlst.
  • Eine Wet-Bag, also ein kleckerdichter Wäschbeutel. Wird dich die nächsten Jahre begleiten …
  • Handtücher.
  • Stoff- oder Strick-Stilleinlagen aus Wolle/Seide oder Baumwolle sind in den ersten Tagen viel angenehmer auf der Haut bei empfindlichen Brustwarzen als die Einmal-Einlagen. Letztere wiederum bekommst du im Krankenhaus zur Verfügung gestellt.
  • Luxusklopapier: Zwei Rollen supersoftes, mindestens vierlagiges Im Krankenhaus gibt es meistens nur das dünne, raue mit Schmirgelpapieranmutung.
  • Feuchtes Klopapier, nicht das nachhaltigste der Welt, kann aber auch angenehm-erfrischend sein und fühlt sich manchmal “weicher” an als trockenes. Auch das in der flauschig-sensitive-deluxe-Variante, möglichst ohne Duftstoffe und Co.
  • Selbst ohne Dammverletzungen fühlt sich deine Mumu nach der Geburt gern ein bisschen angeschreddert an. Unglaublich mild-lindernd-kühlend-heilend ist mein Lieblingsprodukt, das Recover-Spray. Auch bei Hämorrhoiden super-angenehm!
  • Händedesinfektionsmittel ist in der Klinik (im Gegensatz zu zuhause) sinnvoll! Ein ganz toll duftendes ist das hant vrisch von aer x undgretel
  • Tagebuch und Schreibzeug, für Listen, Notizen und Gedanken.
  • Thermoskanne, Lieblingstee: Damit kannst du dir auf der Station immer frischen Tee selber kochen.
  • Für dein Baby: etwas Kuscheliges, Nestiges von zu Hause, gern schon »eingeschlafen« mit Mama-Papa-Geruch: ein Lammfell, ein Mützchen, ein Kuscheltier.
  • Eine kleine Baby-Kuschel-Wolldecke zum Stillen und Einwickeln auf zugigen Krankenhausfluren.

Für eine ambulante Geburt oder spätestens für den Heimweg:

  • Babywäsche und frische (Umstands-)Kleidung. Dein Baby kann natürlich auch schon im Krankenhaus eure eigenen Sachen anhaben, dann müsst ihr diese mitbringen. Einigen Eltern ist das viel lieber (schöner sind sie sicher), ihr müsst dann aber ein bisschen aufpassen, dass nicht beim Wickeln einer eifrigen Kinderschwester dann der teure Wolle-Seide-Body im Wäscheeimer der Großwäscherei landet – der ist dann nämlich für alle Zeiten weg (und bei 90 Grad dann auch auf Barbie-Größe zusammengeschrumpft. Passiert manchmal zuhause auch). Anfangs werdet Ihr sicher noch ein bisschen orientierungslos sein – wie viele Schichten gehören übereinander, obendrüber echt noch ne Strickjacke (immer: ja. Wollsocken, Mätzchen: anfangs können Babys ihre Temperatur noch nicht gut allein halten, da sie aus konstant 37-Grad-warmen Mamabauch kommen – und diese Umgebungstemperatur zunächst vermissen.

(Mehr dazu auch im Blogartikel Was ein Baby braucht.)

  • Baby-Autositz: Probiert den Baby-Autositz-Einbau unter Originalbedingungen unbedingt vorher aus, damit ihr bei der ersten Fahrt wisst, wo und wie man die Gurte einfädelt – und nicht erst bei strömendem Regen auf dem Klinikparkplatz daran herumbastelt. Ist nicht schwer, muss man aber einmal gemacht haben.

Was du in der Klinik nicht brauchst (weil vorhanden):

  • Binden, Stilleinlagen und Einmalhöschen bekommst du während deiner Klinikzeit von dort. Auch dein Baby hat üblicherweise erst mal Klinik-Anziehsachen an. Handtücher gibt es zumindest im Kreißsaal, aber besonders groß und flauschig sind die nicht. Letztere also: besser mitbringen.